Kosten beim Hauskauf

Grunderwerbssteuer - Notargebühren - Maklerhonorar - Gutachter

 

Kosten beim Hauskauf

Beim Kauf eines Grundstückes fallen für den Käufer folgende Kostenpositionen an. 

  • Kaufpreis der Immobilie
  • Grunderwerbsteuer 3,5%-5% des Kaufpreises je nach Bundesland (Tabelle siehe unten unter Grunderwerbsteuer)
  • Notarkosten ca. 1-2 % des Kaufpreises
  • Grundbuchamt ca. 0,5% des Kaufpreises (meist in den Notarkosten enthalten)
  • Kosten für die Finanzierung (etwa 1-2% in Höhe der Darlehenssumme)
  • evtl. Maklergebühren von 3 - 6% zzgl. MwSt. auf den Kaufpreis (je nach Region unterschiedlich)
  • evtl. Zustimmung des Verwalters (ca. 200 €)
  • evtl. Erschließungsgebühren

 

Die Kaufnebenkosten sind je nach Fälligkeit zu bezahlen, ohne die Unbedenklichkeitsbescheinigung (Erhalt nach Zahlung der Grunderwerbsteuer an das Finanzamt) findet keine Kaufabwicklung bzw. Eintragung in das Grundbuch statt. Der Zeitpunkt der Kaufpreiszahlung und die Übergabe ("Übergang von Nutzen und Lasten") der Immobilie wird mit dem Verkäufer im Kaufvertrag vereinbart.

Hier finden Sie Immobiliengutachter vor dem Hauskauf: www.der-Hausinspektor.de (Link!)

Allgemeine Hinweise

Gemäß dem BGB ist das Gebäude wesentlicher Bestandteil des Grundstücks, der vereinbarte Kaufpreis ist häufig Ausgangspunkt um die Nebenkosten zu errechnen.

Notargebühren

Immobilienkaufverträge bedürfen für ihre Gültigkeit der notariellen Beurkundung, der Immobilienkauf "per Handschlag" ist nichtig. Für die Tätigkeit des Notars fallen Gebühren an, deren Höhe sich nach dem Kaufpreis bzw. dem Grundschuldbetrag richtet.

 

Grundbucheintragungen

Jeder Käufer gilt rechtlich erst als Eigentümer, wenn er in das Grundbuch (Abteilung 1) eingetragen wurde. Ebenso ist für die Finanzierung in der Regel die Eintragung von Grundschulden (Abteilung 3) notwendig. Eventuell können auch die bereits eingetragenen Grundschulden übernommen werden um damit Kosten zu sparen (Darlehen werden dadurch nicht übernommen).

Grunderwerbsteuer

Sie fällt bei jedem Erwerb eines Grundstücks an und beträgt 3,5%-5% (je nach Bundesland) des Gegenwertes (meist Kaufpreis, außer wenn Darlehen übernommen werden, dann ist der Kaufpreis geringer und es entfällt auch auf die übernommene Darlehenshöhe Grunderwerbsteuer.

Hier finden Sie Immobiliengutachter vor dem Hauskauf: Bausachverständiger (link)

Hier der aktuelle Stand vom 21.8.2012 laut Wikipedia:


Bundesland
Steuersatz
seit 1998
Erhöhung
ab
auf
Steuersatz
Quelle
Berlin 3,5 % 01.04.2012 5,0 % [9]
Brandenburg 3,5 % 01.01.2011 5,0 % [10]
Baden-Württemberg 3,5 % 05.11.2011 5,0 % [11]
Bremen 3,5 % 01.01.2011 4,5 % [12]
Hamburg 3,5 % 01.01.2009 4,5 % [13]
Mecklenburg-Vorpommern 3,5 % 01.07.2012 5,0 % [14]
Niedersachsen 3,5 % 01.01.2011 4,5 % [15]
Nordrhein-Westfalen 3,5 % 01.10.2011 5,0 % [16]
Rheinland-Pfalz 3,5 % 01.03.2012 5,0 % [17]
Saarland 3,5 % 01.01.2012 4,5 % [18]
Sachsen-Anhalt 3,5 % 01.03.2012 5,0 % [19]
Schleswig-Holstein 3,5 % 01.01.2012 5,0 % [20]
Thüringen 3,5 % 07.04.2011 5,0 % [21]
Bayern
Hessen
Sachsen
3,5 %

 

 

Wichtig: 
Nur wer die Grunderwerbsteuer bezahlt hat, erhält die Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt und kann als Eigentümer im Grundbuch eingetragen werden.

TIPP:
Sollte der Kaufpreis Einbauten wie. z.B. Einbauküche oder ähnliches enthalten, dann ist darauf keine Grunderwerbsteuer zu bezahlen.

Maklercourtage

Bei gebrauchten Immobilien führt der Immobilienkauf häufig über einen Makler, ein fachlich gut beratender und seriöser Makler ist durchaus sein Geld wert. Er bringt viel Erfahrung und eine gute Marktkenntnis mit ein. Die Käuferprovision schwanken je nach Region zwischen 3 und 6 Prozent zzgl. Mehrwertsteuer.

 

Erschließungskosten

Die Kosten, meist nur im Neubaugebiet, für die öffentliche Erschließung, also Straßen, Fußwege, Grünflächen sowie die Erschließung durch Hauptkanäle und -leitungen sind nur im Kaufpreis enthalten, wenn es ausdrücklich im notariellen Kaufvertrag vereinbart worden ist. Die Erschließungskosten sind Koten der Gemeinde, die allerdings auf die Käufer eines Baugrundstückes in Höhe von bis zu 90% umgelegt werden dürfen. Ein fünfstelliger Betrag ist hier keine Seltenheit. Die öffentliche Erschließung ist jedoch nur bis zur eigenen Grundstücksgrenze möglich, Leitungen, Kanäle, Straßen etc. auf dem eigenen Grundstück sind Hausanschlusskosten, und zählen zu den Herstellungskosten des Gebäudes.

Bauantragskosten

Beim Bauamt der Gemeinde/Stadt fallen Gebühren für die Bearbeitung Ihres Bauantrages an, die jeweilige Höhe ist individuell zu erfragen.

Finanzierungsnebenkosten

Hierzu zählt das Disagio, das eine Zinsvorauszahlung ist, dieser Vorwegzins führt zu einem niedrigerem Nominalzins. Nicht alle Finanzierungsgebühren sind bereits im effektiven Jahreszins enthalten. Darüber hinaus können Bereitstellungszinsen für (noch) nicht in Anspruch genommene Darlehen, eventuell auch Wertermittlungsgebühren, sowie Darlehens- und Bearbeitungsgebühren anfallen.

Baufinanzierungskosten

Für die Bereitstellung von Fremdkapital in Form einer Baufinanzierung verlangen Banken einen Zinsaufschlag. Je nach Bank zahlen Sie mehr oder weniger Zinsen. Wie Sie bei der Baufinanzierung richtig sparen können, erfahren Sie bei baufinanzierungsrechner.eu. Sie finden dort einen Bauzinsen Vergleich mit aktuellen Zinskonditionen für die Finanzierung Ihres Eigenheims.