Kauf einer
Immobilie als Kapitalanlage
Beweggründe für den Erwerb
Eine tragende Rolle für den Erwerb
einer vermieteten Immobilie spielt Ihre individuelle
Steuerlast. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater.. Eine ebenfalls hohe Motivation ist die Sicherung der eigenen
Rente, so bezahlt Ihnen ein langjähriger, zuverlässiger Mieter die
Zinsen und Tilgung des Darlehens über
Jahre hinweg bis im Idealfall die Immobilie schuldenfrei ist und die
Einnahmen komplett als zusätzliches Einkommen zur Verfügung stehen.
Denken Sie jedoch auch immer an die Risiken bei einer
Vermietung.
Auch die eigene Immobilie kann man als Kapitalanlage sehen, da im
Alter mietfrei gewohnt werden kann.
Schalten Sie vor dem Kauf einen Gutachter ein, der Sie berät!
Hier finden Sie Gutachter: Immobiliengutachter (Link!)
Der Mieter
Letztlich hängt so ziemlich alles vom Mieter selbst ab. Bleiben Mietzahlungen aus, fühlen sich Vermieter
von der oft mieterfreundlichen Rechtssprechung schnell im Stich gelassen.
Ohne Mieteinnahmen verschlechtert sich die Rendite und bei längeren Ausfällen kann auch die Finanzplanung
hinsichtlich der Finanzierung zu erheblichen Problemen führen. Ein
gerichtliches Verfahren ist oft recht langwierig. Eine
Zwangsräumung kostet Nerven und Geld. Um das Mieterrisiko zu mindern,
sollten Sie sehr sensibel mit der Wahl des Mieters sein:
Die Auswahl des Mieters
Der perfekte Mieter ist Beamter ohne Kinder, hat keine Ansprüche
an die Immobilie, zahlt immer pünktlich seine Miete und führt
Renovierungen und kleine Reparaturen selber durch. Dies ist jedoch
nicht die Regel.
Hören Sie auch beider Auswahl auf Ihr
Bauchgefühl. Haben Sie Zweifel, suchen Sie lieber noch etwas
länger.
Wie ist der Mieter gekleidet, wie
drückt er sich aus, wie sind seine Umgangsformen im
Allgemeinen, stellt er viele Forderungen etc ...
Neben diesen "weichen
Faktoren" gibt es auch die Möglichkeit über die Schufa eine
Auskunft über die Bonität des Mieters einzuholen. Dies setzt
allerdings die schriftliche Genehmigung des Mieters voraus, jemand
der nichts zu verbergen hat wird dazu auch in aller Regel bereit
sein.
Aber auch Abfragen über den Arbeitgeber und seinen Familienstand
sind sinnvoll.
Wer keine Mietkaution bei Unterzeichnung des Mietvertrages
vorlegen kann, hat vielleicht schon finanzielle Probleme.
Aber wenn die Immobilie in einer "schlechten" Lage
liegt, wird die Auswahl der Mieter begrenzt sein und das Risiko
eines schlechten Mieters steigt. Achten Sie also auf die Lage, Lage
und nochmals Lage der Immobilie!
Eigentumswohnung, Eigenheim oder
Mehrfamilienhaus
Schalten Sie vor dem Kauf einen Gutachter ein, der Sie berät!
Hier finden Sie Gutachter: Bausachverständiger (Link)
Für "Neulinge" ist eine
gut bürgerliche Wohnung in
einem gepflegten Mehrfamilienhaus durchaus empfehlenswert, sofern er
einen guten Mieter hat, denn dieser ist in diesem Fall die einzige
Einnahmequelle. Das finanzielle Risiko ist dann jedoch wesentlich
geringer, da der Kaufpreis einer einzelnen Wohnung
verhältnismäßig gering ist (gegenüber eines Einfamilien- bzw.
Mehrfamilienhauses). Für die allgemeine Verwaltung des gesamten Hauses
gibt es einen Hausverwalter. Auch bei einem kurzfristigem Leerstand
sind die Raten für die Finanzierung neben dem Hausgeld bezahlbar.
Das Einfamilienhaus ist die teurere
Variante und im Vergleich dazu, können Sie für den selben
Kaufpreis vielleicht sogar zwei oder gar drei Wohnungen erwerben,
was das Mietausfallrisiko auf mehrere Schultern verteilt. Sämtliche Renovierungen
müssen Sie alleine organisieren und bezahlen. Ein Mietausfall bei einer
recht hohen monatlichen Belastung
kann schnell weitreichende finanzielle Probleme beim Investor
hervorrufen. Meistens deckt sich durch den hohen Kaufpreis die Miete bei weitem
nicht, was wiederum eine relativ geringe Rendite bedeutet.
Das Mehrfamilienhaus bedeutet zwar
konstante Einnahmen zu generieren, allerdings auch viel Aufwand vor
allem hinsichtlich der ordnungsgemäßen Verwaltung zu haben, überlassen Sie
dies einem Verwalter (nicht WEG- Verwaltung, sondern die
Sondereigentumsverwaltung), so kostet dies zusätzlich (etwa 20 €
pro Wohneinheit).
Zustand der Immobilie
Vor dem Kauf sollte die Immobilie ausführlich auf Wert und
Zustand geprüft werden. Eine sanierungsbedürftige Immobilie
verschlingt schnell mehr Geld als gedacht und die Rendite schrumpft.
Auch sollte auf den Wert der Immobilie geachtet werden, da bei einem
Wiederverkauf sonst schnell ein böses Erwachen eintreten
kann.
Es soll Anleger geben, die sich ihr Objekt nicht einmal
angeschaut haben und nach Jahren die erst gemerkt haben, dass sie
eine "Schrottimmobilie" gekauft haben, die nicht halb den
Preis wert war...
Schalten Sie vor dem Kauf einen Gutachter ein, der Sie berät!
Hier finden Sie Gutachter: www.der-Hausinspektor.de
(Link)
Mietvertrag
Wollen
Sie Ihre Immobilie vermieten, ist es wichtig, einen gültigen
Mietvertrag mit entsprechend rechtskonformen Klauseln zu vereinbaren.
Entsprechende
Formulare können Sie erhalten beim:
|
»
|
|
Deutscher
Mieterbund
|
|
»
|
|
Haus-
und Grundbesitzerverein
|
|
»
|
|
Buchhandel
oder Internet
|
Denken
Sie daran, dass Mieterträge in der jährlichen Steuererklärung
angegeben und versteuert werden müssen. Aufwendungen in Verbindung
mit der Mietwohnung können sich hingegen steuermindernd auswirken.
- Das
wichtigste ist der Mietzins, die Höhe der monatlichen Miete sollte
an
die Wohnlage angepasst sein. Hilfestellung bietet hier ein
örtlicher Mietspiegel, sofern nicht vorhanden das Auswerten des
Angebotes in der Tageszeitung.
- Einen
Staffelmietvertrag ist für beide Mietparteien durchaus
empfehlenswert, dabei sollten sich die Erhöhungen (Staffeln) an
der Inflationsrate orientieren. Diese Vertragsart wirkt dem
Zielkonflikt zwischen Mietern und Vermietern über eine
angemessene Miete bzw. dessen Erhöhung entgegen, da schon bei
Mietbeginn, die Mietsteigerungen feststehen. Dadurch ist das
Verhältnis der beiden Parteien oft wesentlich entspannter.
- Generell
sollte ein unbefristeter Mietvertrag geschlossen werden, bei
einem Verkauf ist allerdings eine vermietete Wohnung in der
Regel nur noch zu einem geringeren Kaufpreis veräußerbar.
Tipp:
Eine vermiete
Immobilie ist weniger wert als eine freie. Sollten Sie die Immobilie
wieder verkaufen wollen, versuchen Sie den Mieter durch
Zahlung eines Handgeldes aus der Immobilie zu bekommen. Sonst
drohen lange Kündigungsfristen und Einsprüche gegen die
Kündigung.
Zustand der Immobilie
Um eine zügige Vermietung zu
erreichen sollte
die Immobilie in ordnungsgemäßem Zustand sein.
Im
Mietvertrag sollten
Sie mit dem Mieter die Renovierung beim Auszug vereinbaren. Beachten
Sie hierzu unbedingt die aktuelle Rechtssprechung, so dürfen z.B.
keine starren Fristenpläne für die Durchführung von
Schönheitsreparaturen durch den Mieter im Mietvertrag stehen. Kommt
der Mieter seinen Renovierungsverpflichtungen beim Auszug nicht nach, können Sie (mit einer Nachfrist von
zwei Wochen) die Kaution kürzen und auf seine “Kosten” die
Immobilie wieder in ordnungsgemäßen Zustand versetzen.
Schalten Sie vor dem Kauf einen Gutachter ein, der Sie berät!
Hier finden Sie Gutachter: Beratung
beim Immobilienkauf
(Link)
|